Gerade sitzen!
Unauffällige Gymnastikübungen fürs Büro

http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/gerade-sitzen-unauffaellige-gymnastikuebungen-fuers-buero/10811964.html

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, muss sich nicht wundern, wenn abends der Rücken weh tut.
Heiko Czichoschewski hat in seinem Buch „Fit at Work“ Übungen zusammengestellt, die auch im Büro funktionieren.

Es ist wie beim Weg über die Straße: Rechts und links gucken. Dabei ist wichtig, den Kopf langsam und mehrfach nach links und nach rechts zu drehen. Richten Sie den Körper aufrecht, sitzen Sie stabil.
Autor Czichoschewski beschreibt den Vorgang so: „Stellen Sie sich vor, Ihr Kinn liegt auf einer Schiene. Drehen Sie nun ihren Kopf langsam von der Mitte nach rechts, über die Mitte nach links und wieder zurück. Die Bewegung sieht aus, als wenn Sie im Zeitlupentempo den Kopf schütteln.“ Was Czichoscheswki empfiehlt, aber schon weit problematischer zu erklären ist: Die ganze Übung im Liegen.

Was Sie sagen, wenn der Vorgesetzte hereinkommt:
„Mir war so, als hätte ich von links (oder rechts) einen Kollegen nach mir rufen hören.“

Hier geht es darum, den Hals nach vorne zu strecken. Ausgangsposition ist eine aufrechte Haltung mit hängenden Schultern, die Hände auf den Oberschenkeln, die Füße auf dem Boden. Czichoschewski beschreibt die Bewegung so: „Stellen Sie sich vor, Ihre Nase ist ein Stempel und Sie stempeln beim Nachvorne-Gehen in ein Stempelkissen.“

Was Sie sagen, wenn der Vorgesetzte hereinkommt:
„Ich konnte diese sehr kleinen Buchstaben auf dem Monitor nicht genau entziffern und musste näher ran.“

Die Grundposition ist wie in den vorigen Übungen. Dieses Mal werden die Arme verschränkt – als wollten Sie ein Baby schaukeln. Während die Arme in die eine Richtung schwenken, dreht der Kopf in die andere. Das wiederholen Sie in beide Richtungen. Laut Czichoschewski ist es dabei wichtig, eine fließende weiche Bewegung zu machen.

Was Sie sagen, wenn der Vorgesetzte hereinkommt:
„Ich soll heute Abend bei Kollegen Babysitten und übe das Wiegen.“

Hier müssen Sie aufstehen. Beide Füße sind zunächst fest am Boden. Nun die Arme ausstrecken, dann langsam über den Kopf führen und dort zusammenfassen. Jetzt kommt der schwierige Teil: Ein Bein anwinkeln und mit dem Fuß in Kniehöhe des Standbeins platzieren. Das ist bereits herausfordernd genug, wenn die Arme in der ausgestreckten Position verbleiben.
Für die Dehnung der Rückenmuskulatur können Sie sich wieder setzen. Für alle, die auf einen Monitor schauen, heißt die Übung „Baum umarmen“ nicht viel anderes, als sich vorne über zu beugen und mit gestreckten Armen zu versuchen den Monitor zu berühren – oder eben einen imaginären Stamm zu umarmen.

Was Sie sagen, wenn der Vorgesetzte hereinkommt:
„Die Einstellung des Monitors war verändert, ich musste ihn neu einstellen.“


Klingt leichter als Sie denken. Den Rücken nach hinten, ein Bein auf den anderen Oberschenkel, die Arme hinter dem Kopf verschränken, nach hinten lehnen und mehrfach tief ein- und ausatmen.

Was Sie sagen, wenn der Vorgesetzte hereinkommt:
„Das ist keine Entspannung, das ist Gesundheitsvorsorge.“

 

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